Stellungnahme zur Testphase der Sperrzeitaufhebung

Die initiative altstadt begrüßt ausdrücklich die Entscheidung des Stadtrates, die Testphase der Sperrzeit um ein Jahr zu verlängern.
Wir waren nicht als einzige irritiert von der Tatsache, dass die Entscheidungen in Hauptausschuss und Rat VOR Ablauf der Probephase gefällt werden sollten, mit Beschlussvorlagen, die ohne Kenntnis der Anwohnerbelange vor einem Monat bereits erstellt wurden. So könnte der Eindruck des abgekarteten Spiel entstehen.

Die von der initiative altstadt durchgeführte Fragebogenaktion „Ohren auf!“  zeigt nach vorläufiger Auswertung, dass die vorher schon üblen Nebenwirkungen der altstädtischen Nächte durch die Sperrzeitaufhebung für die Anwohner gebietsweise besser, aber auch gebietsweise noch schlimmer geworden sind.

Wir drängen daher verstärkt darauf, im Altstadtlabor die verschiedenen, spezifischen Maßnahmen zur Linderung der verschiedenen Nebenwirkungen umzusetzen, wie sie im 3. Laborgespräch genannt wurden.

Hier sehen wir drei Handlungsbereiche:

1. Kontrolle
–    Deutliche Präsenz von Ordnungskräften (KOS+Polizei) zu relevanten Zeiten
–    Konsequente Sanktionierung bei Verstößen (Besucher und Gaststätten)
–    Kommunikation zwischen Wirten und Polizei
–    Notrufsystem?
–    „Schnapsleichen“ morgens aufsammeln…

2. Prävention
–    Kommunikation (Benimm-Regeln, Kampagnen bei den Wirten, Eigentümern und Bewohnern)
–    Streetworker (Punks, Randgruppen Sonnenbalkon/Geropark)

3. Infrastruktur
–    Verkehrssituation (Durchfahrt durch Anwohnerbereiche, Parkmöglichkeiten, Wege zu den Parkplätzen, Taxis, NachtExpress)
–    Beleuchtung (Angsträume, Wegeführung, Aufenthaltsqualität/Lichtstimmung)
–    Pissoirs

Die initiative altstadt wird die abschließende Auswertung der Umfrage „Ohren auf!“ Anfang November auf einer Altstadtkarte zusammenfassen und mit den Altstädtern diskutieren. Anschließend werden wir darüber im Altstadtlabor beraten. Unabhängig davon nehmen wir Hinweise über Störungen und Missstände jederzeit auf, um gezielt für Abhilfe sorgen zu können.

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